Wenn das Haupt­haar schwin­det

Die Grenze zwischen normalem und übermässigem Haarausfall ist fliessend. Die Medizin unterscheidet hauptsächlich drei Arten von Haarausfall:

Genetischer Haarausfall

Der genetisch bedingte Haarausfall – in der Fachsprache androgenetische Alopezie genannt – ist die häufigste Form von Haarausfall. Dabei entwickelt die Haarwurzel eine Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Hormon Testosteron.

Kreisrunder Haarausfall

Die zweithäufigste Form des Haarausfalls ist der kreisrunde Haarausfall. An verschiedenen Stellen des Kopfes bilden sich aufgrund einer entzündlichen Haarausfallserkrankung plötzlich kreisrunde, kahle Flecken, die bis zur vollständigen Kahlheit führen können. Auftreten kann er bei Personen jeden Alters und Geschlechts. Die Gründe sind bis heute nicht ganz geklärt. Die Wissenschaft geht jedoch davon aus, dass die Ursache bei einer Autoimmunerkrankung liegt. Häufig wachsen die durch kreisrunden Haarausfall verursachten Flecken wieder zu.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall ist der Ausfall nicht auf bestimmte Stellen beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Ursächlich sind für diese Form meist Schilddrüsenfunktionsstörungen, Infekte, bestimmte Medikamente, Stress oder schlechte Ernährung. Ebenso wird der Einfluss von klassischen Schadstoffen wie Quecksilber oder Amalgam diskutiert. Ausserdem kann diffuser Haarausfall durch extreme Diäten, Essstörungen oder Strahlentherapie entstehen.

Vorsicht bei Heilversprechungen

Zur Behandlung von Haarausfall finden sich vor allem im Internet eine Reihe von vermeintlichen Wundermitteln. Die damit verbundenen Heilversprechungen sind häufig jedoch völlig überzogen. Bei der Behandlung von Haarausfall geht es in erster Linie um die Stärkung des noch vorhandenen Haarwuchses. Je weiter der Haarverlust fortgeschritten ist, desto schwieriger wird es, die verlorene Haarpracht wieder zurückzugewinnen. Damit der Haarausfall gezielt behandelt werden kann, muss klar sein, um welche Form es sich handelt.

Falls Sie eine Therapie, besonders eine Haartransplantation, in Betracht ziehen, sollten entsprechende Therapieschritte durch einen ausgewiesenen Dermatologen begleitet bzw. ausgeführt werden.

Autorin: Christa Friedli Müller Redaktion: Didier Buchmann
Aktualisiert am 18. Sep. 2023 20:15
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